Unter Feinstaub PM10 versteht man alle Partikel mit einem Durchmesser von höchstens 10 Mikrometern (µm), das heisst 0.01 Millimetern. Es handelt sich um ein physikalisch-chemisch komplexes Gemisch von festen und flüssigen Teilchen mit unterschiedlicher Zusammensetzung, Herkunft und Wirkung.
Herkunft:
- Abgase aus Verkehr, Industrie ,Gewerbe, Land- und Forstwirtschaft
- Holzfeuerungen
- Dieselruss (ultrafeine Partikel)
- Strassen- und Reifenabrieb
- natürliche biologische und mineralische Bestandteile (Salze, Sand, Pollen)
Gewisse Feinstaubbestandteile werden direkt als Partikel ausgestossen (so genannte "Primärpartikel"), andere werden in der Luft erst aus gasförmigen Vorläufersubstanzen gebildet ("Sekundärpartikel").
Wirkung:
- Eingeatmeter Feinstaub dringt bis in die Lungen vor, da die Filterwirkung des Nasen-Rachenraumes für diese feinen Partikel nicht ausreicht.
- Ultrafeine Partikel gelangen teilweise via Lungenbläschen sogar in die Blutbahn und von dort in sämtliche Organe oder direkt über den Riechnerv ins Gehirn.
- gröberen PM10-Bestandteile: Husten, Asthmaanfälle und erhöhte Sterblichkeit wegen Atemwegserkrankungen
- feinere PM10-Bestandteile: Herzrhythmusstörungen und erhöhte Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Probleme
- Russ und dessen Begleitstoffe vergrössern das Lungenkrebsrisiko
- Durch hohe PM10-Konzentrationen werden auch Böden, Pflanzen und ganze Ökosysteme belastet, Gebäude und andere Materialien können ebenfalls Schaden nehmen.
Was kann ich tun?
- Dieselautos mit geschlossenem Partikelfilter und DeNOx-System verlangen
- Autofahrten einschränken, öffentliche Verkehrsmittel benützen, zu Fuss gehen, Velo fahren
- Wohnraumfeuerungen richtig betreiben, insbesondere richtig anfeuern (www.fairfeuern.ch)
- Verbrennen von Gartenabraum und Waldabfällen vermeiden
Beschreibung der Feinstaub-Messmethoden
Ausführliche Informationen finden Sie auf der Internetplattform Feinstaub macht Krank! und im Infoblatt Feinstaub PM10 von OSTLUFT.